Elektrifizierung der Taunusbahn

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Fahrgäste pro Tag

Der VHT, der aus den 13 Städten und Gemeinden sowie dem Landkreis selbst besteht, hat sich das Ziel gesetzt, die Mobilität im Hochtaunuskreis in eigener Verantwortung zu gestalten und weiterzuentwickeln.

Somit ist der Zweckverband VHT nach § 4 des Gesetzes zur Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs in Hessen, kurz ÖPNV-Gesetz, Aufgabenträger für die Planung, die Organisation und die Durchführung des öffentlichen Personennahverkehrs.

Größtes Projekt ist die Weiterentwicklung der Taunusbahn, die 1989 durch den VHT von der damaligen Deutschen Bundesbahn erworben wurde. Der VHT wurde somit Eigentümer und Betreiber der Schienenstrecke Friedrichsdorf – Grävenwiesbach (später bis Brandoberndorf). Die Bestellung des Verkehrs auf der Strecke erfolgt über den Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV), den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Zurzeit werden die Verkehrsleistungen durch die Hessische Landesbahn (ehemals FKE) erbracht.

Nach 4 Jahren Planungs- und Vorbereitungszeit startete die Taunusbahn 1993 mit 11 Fahrzeugen und insgesamt 1500 Fahrgästen pro Tag ihren Betrieb auf. Die Betriebsführung übertrug der VHT auf die Frankfurt-Königsteiner Eisenbahn AG (heute HLB Basis AG).

Mit der Realisierung des Projektes „Taunusbahn“ war der Hochtaunuskreis Anfang der 90er Jahre der erste Landkreis in Deutschland, der eine von der Bahn aufgegebene Schienenstrecke kaufte und in eigener Regie betrieb. Mit der Übernahme der Taunusbahn wurde auch das gesamte Netz des Öffentlichen Personennahverkehrs im Hochtaunuskreis – somit auch der Busverkehr – durch den VHT neu geordnet.

Die einzelnen Verkehrssysteme (Bus und Bahn) wurden nun aufeinander abgestimmt: Die Omnibuslinien im Hochtaunuskreis wurden auf die Haltepunkte der Taunusbahn zugeführt und im Takt auf die Fahrzeiten der Bahn abgestimmt. Der in Zahlen messbare Erfolg für die Taunusbahn hat das Konzept bestätigt: Seit der Betriebsaufnahme hat sich das Fahrgastaufkommen pro Tag von ehemals rund 1.500 auf über 11.000 Fahrgäste vervielfacht. Aus einer bequemen und schnellen Bahnverbindung als Rückgrat des Verkehrs, einem völlig neu gestalteten Busnetz und attraktiven Tarifen ist ein Nahverkehrsangebot entstanden, das sich bei den Kunden steigender Beliebtheit erfreut.

Der VHT arbeitet ständig an der Weiterentwicklung des Verkehrsangebotes im Hochtaunuskreis.