Fragen und Antworten

 

Elektrifizierung der Strecke

Die Taunusbahn wird zwischen Friedrichsdorf und Usingen elektrifiziert. Mit der Elektrifizierung wird die S-Bahn-Linie S 5, die bisher zwischen Frankfurt Süd und Friedrichsdorf verkehrt, bis Usingen verlängert. Ziel ist eine bessere Anbindung des Usinger Landes.

Zweigleisiger Ausbau zwischen den Bahnstationen Saalburg und Wehrheim Bahnhof

Zwischen den Bahnhöfen Saalburg/Lochmühle und Wehrheim wird die Strecke zweigleisig ausgebaut. Auf diesem Abschnitt werden sich die Züge zukünftig fahrplanmäßig begegnen. Ziel ist es, den Eingriff in die Natur und in die Rechte Dritter möglichst gering zu halten.

Bau eines zusätzlichen Bahnsteigs an den Bahnhöfen Usingen und Hundstadt

Im Bahnhof Usingen wird ein zweiter Bahnsteig mit zwei Bahnsteigkanten entstehen, damit bis zu vier Züge gleichzeitig im Bahnhof halten können. Die Bahnsteige werden gleichzeitig eine neue, barrierefreie Zuwegung in Form eines Fußgängerstegs erhalten, durch den zudem eine Fuß- und Radwegeverbindung ins Usinger Gewerbegebiet geschaffen wird.
Auch am Bahnhof Hundstadt wird ein zweiter Bahnsteig entstehen, damit sich Züge zukünftig dort begegnen können.

Erneuerung der Leit- und Sicherungstechnik

Bereits vor den weiteren Planungen und Baumaßnahmen wird die Leit- und Sicherungstechnik an der Strecke und im Stellwerk in Usingen erneuert. Hierfür sind die Planungen bereits fast abgeschlossen, so dass zu Beginn des Jahres 2021 begonnen werden kann. Die gesamte Leit- und Sicherungstechnik wird 1:1 ausgetauscht. Dies umfasst die Signale, Magnete, Kabel und weitere technische Elemente sowie die Stellwerktechnik im Stellwerksgebäude in Usingen. Der Austausch der Leit- und Sicherungstechnik ist eine wesentliche Voraussetzung für die Elektrifizierung der Strecke. Die Arbeiten dazu werden 2021 beginnen. Die erneuerte Stellwerkstechnik findet im vorhandenen Betriebsgebäude in Usingen Platz, es muss kein neues Gebäude errichtet werden. Diese Maßnahmen stellen eine Erneuerung der bestehenden Technik dar und sind nicht Teil des Planfeststellungsverfahrens.

Warum wird die Taunusbahn elektrifiziert?

In den vergangenen Jahren sind die Fahrgastzahlen auf der Taunusbahn stetig gestiegen. Viele Fahrgäste möchten umsteigefrei bis in die Frankfurter Innenstadt fahren können. Mit der S-Bahn wird dies möglich. Der S-Bahn-Betrieb setzt allerdings eine Elektrifizierung der Strecke voraus, denn die S-Bahn Rhein-Main wird mit elektrischen Zügen betrieben. Da die S-Bahn-Fahrzeuge deutlich höhere Beförderungskapazitäten bieten, kann der zukünftig zu erwartende Anstieg an Fahrgästen adäquat aufgefangen werden.

Welche weiteren Vorteile bringt der Ausbau?

Durch den Wegfall des Umstiegs in Bad Homburg reduziert sich die Reisezeit um wenige Minuten; auch verpasste Anschlüsse gehören dann der Vergangenheit an. Am Bahnhof Usingen entsteht ein weiterer Bahnsteig, damit gleichzeitig vier Züge unabhängig voneinander ein- und ausfahren können. Dies ermöglicht für Fahrgäste aus Brandoberndorf und Grävenwiesbach ein bequemes und zeitsparendes Umsteigen von der Taunusbahn zur S-Bahn am gleichen Bahnsteig.

Welche Klimawirkungen werden durch das Projekt erzielt?

Nach Umsetzung des Projektes werden keine dieselbetriebenen Triebzüge mehr verkehren, sondern nur noch emissionsfreie Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Gleichzeitig werden werktäglich 70.000 PKW-Kilometer von der Straße auf die Schiene verlagert. So bewirken der Ausbau und das damit einhergehende Fahrplankonzept eine Reduzierung von 2.200 Tonnen CO2 pro Jahr!

Welche Baumaßnahmen werden konkret durchgeführt?

Die Strecke wird zwischen Friedrichsdorf und Usingen auf 18 km Länge elektrifiziert. Zudem wird der Abschnitt zwischen den Bahnstationen Saalburg und Wehrheim zweigleisig ausgebaut. Dort werden sich die Züge fahrplanmäßig begegnen. Am Bahnhof Usingen entsteht ein weiterer Bahnsteig, damit gleichzeitig vier Züge unabhängig voneinander ein- und ausfahren können. Die Bahnsteige erhalten eine neue, barrierefreie Zuwegung in Form eines Fußgängerstegs. Durch diesen wird zugleich eine Fuß- und Radwegeverbindung ins Usinger Gewerbegebiet geschaffen. Um den Fahrplan auch auf dem nördlichen Streckenabschnitt flexibler gestalten zu können, wird der Haltepunkt Hundstadt zu einem Kreuzungsbahnhof ausgebaut.

Bereits im Vorfeld der Streckenelektrifizierung wird die in die Jahre gekommene Stellwerkstechnik ausgetauscht.

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