Häufige Fragen und Antworten (FAQ)

Fragen und Antworten (FAQ)

Hier finden Sie die meist gestellten Fragen zur Elektrifizierung der Taunusbahn.

Warum wird die Taunusbahn elektrifiziert?

In den vergangenen Jahren sind die Fahrgastzahlen auf der Taunusbahn stetig gestiegen. Viele Fahrgäste möchten umsteigefrei bis in die Frankfurter Innenstadt fahren können. Mit der S-Bahn wird dies möglich. Der S-Bahn-Betrieb setzt allerdings eine Elektrifizierung der Strecke voraus, denn die S-Bahn Rhein-Main wird mit elektrischen Zügen betrieben. Da die S-Bahn-Fahrzeuge deutlich höhere Beförderungskapazitäten bieten, kann der zukünftig zu erwartende Anstieg an Fahrgästen adäquat aufgefangen werden.

Welche weiteren Vorteile bringt der Ausbau?

Durch den Wegfall des Umstiegs in Bad Homburg reduziert sich die Reisezeit um wenige Minuten; auch verpasste Anschlüsse gehören dann der Vergangenheit an. Am Bahnhof Usingen entsteht ein weiterer Bahnsteig, damit gleichzeitig vier Züge unabhängig voneinander ein- und ausfahren können. Dies ermöglicht für Fahrgäste aus Brandoberndorf und Grävenwiesbach ein bequemes und zeitsparendes Umsteigen von der Taunusbahn zur S-Bahn am gleichen Bahnsteig.

Welche Klimawirkungen werden durch das Projekt erzielt?

Nach Umsetzung des Projektes werden keine dieselbetriebenen Triebzüge mehr verkehren, sondern nur noch emissionsfreie Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Gleichzeitig werden werktäglich 70.000 PKW-Kilometer von der Straße auf die Schiene verlagert. So bewirken der Ausbau und das damit einhergehende Fahrplankonzept eine Reduzierung von 2.200 Tonnen CO2 pro Jahr!

Welche Baumaßnahmen werden konkret durchgeführt?

Die Strecke wird zwischen Friedrichsdorf und Usingen auf 18 km Länge elektrifiziert. Zudem wird der Abschnitt zwischen den Bahnstationen Saalburg und Wehrheim zweigleisig ausgebaut. Dort werden sich die Züge fahrplanmäßig begegnen. Am Bahnhof Usingen entsteht ein weiterer Bahnsteig, damit gleichzeitig vier Züge unabhängig voneinander ein- und ausfahren können. Die Bahnsteige erhalten eine neue, barrierefreie Zuwegung in Form eines Fußgängerstegs. Durch diesen wird zugleich eine Fuß- und Radwegeverbindung ins Usinger Gewerbegebiet geschaffen. Um den Fahrplan auch auf dem nördlichen Streckenabschnitt flexibler gestalten zu können, wird der Haltepunkt Hundstadt zu einem Kreuzungsbahnhof ausgebaut.
Bereits im Vorfeld der Streckenelektrifizierung wird die in die Jahre gekommene Stellwerkstechnik ausgetauscht.

Wird es in der Bauphase zu längeren Sperrungen der Taunusbahn kommen?

Im Zuge der Erneuerung der Leit- und Sicherungstechnik wird es über das Jahr 2021 hinweg zu Sperrungen der Taunusbahn kommen. Um den Schul- und Pendlerverkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen, werden die Sperrungen auf die Wochenenden und Ferienzeiten konzentriert. Während dieser Sperrzeiten wird Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Welchen Einfluss haben die Baumaßnahmen auf die Umwelt?

Die Baumaßnahmen für den Streckenausbau erfordern an einzelnen Stellen Eingriffe in Flora und Fauna. Der VHT trägt jedoch Sorge dafür, diese auf ein Minimum zu reduzieren und anderweitig Ausgleichsflächen zu schaffen. Brut- und Nistzeiten sowie Schonzeiten werden im Rahmen der Maßnahmen selbstverständlich berücksichtigt.

Wie läuft das Planfeststellungsverfahren ab?

Das Planfeststellungsverfahren wurde am 16. November 2020 angestoßen. Für Bürgerinnen und Bürger besteht im Zuge der Offenlage die Möglichkeit, die Planung einzusehen. Alle vom Projekt Betroffenen und alle beteiligten Behörden können bis einschließlich 1. Februar 2020 zu den Plänen Stellung nehmen.

Wo kann man sich über das Projekt informieren?

Auf der Projekt-Website unter www.taunusbahn.de werden die Informationen zur Entwicklung des Vorhabens jeweils aktuell dargestellt. Darüber hinaus kann man sich über das Infotelefon des VHT informieren, das unter 06172 / 999 4444 erreichbar ist. Auch in den sozialen Netzwerken informiert der VHT fortlaufend über den Projektfortschritt unter facebook.com/Taunusbahn.

Wie werden Bürgerinnen und Bürger bei der Planung miteinbezogen?

Bereits im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 20. September 2019 in Wehrheim hat der VHT das Projekt vorgestellt und ist mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern in Dialog getreten. Im Rahmen der Offenlage liegen die Planfeststellungsunterlagen zum Projekt ab 16. November 2020 in den Rathäusern der betroffenen Kommunen und im Internet zur Einsicht aus. Alle Betroffenen haben dann die Möglichkeit Stellungnahmen zum Projekt zu formulieren und ihre Interessen in dem Prozess zu vertreten.

Wie oft wird die S-Bahn dann fahren?

Grundsätzlich wird die S-Bahn halbstündlich zwischen Usingen und Frankfurt Süd über Frankfurt Hauptbahnhof, Taunusanlage, Hauptwache und Konstablerwache fahren. Auch die Anschlusszüge zwischen Usingen und Brandoberndorf werden so häufig fahren wie derzeit. Zum Fahrplankonzept gehören auch weiterhin die durchgehenden Fahrten während der Hauptverkehrszeit: morgens von Brandoberndorf bis Frankfurt und nachmittags in Gegenrichtung.

Wie wird die geplante Erhöhung der Fahrgastkapazität erreicht?

Die Fahrgastkapazität wird in Spitzenzeiten durch die Durchbindung der langen und geräumigen S-Bahnen bis nach Usingen erhöht. Zusätzlich wird im Bahnhof Friedrichsdorf regelmäßig ein weiterer Triebwagen an die S-Bahn angehängt, sodass die S-Bahn von dort aus dreiteilig nach Frankfurt fährt. Damit bietet die S-Bahn auch für die Fahrgäste südlich von Friedrichsdorf ausreichend Kapazität. Darüber hinaus bleiben die durchgehenden Zugverbindungen zwischen Brandoberndorf und Frankfurt in der Hauptverkehrszeit erhalten.

Gibt es Lärmschutzmaßnahmen im Rahmen des Projektes?

Selbstverständlich werden entsprechend der gesetzlichen Vorgaben Lärmschutzmaßnahmen ergriffen. So werden im Bereich des zweigleisigen Streckenausbaus zwischen den Bahnhöfen Wehrheim und Saalburg auf Höhe der Wohnbebauung Schallschutzwände errichtet und Schienenstegdämpfer installiert.

Sind die betroffenen Bahnhöfe barrierefrei bzw. ist ein Ausbau der nicht barrierefreien Bahnsteige geplant?

Der Bahnhof in Friedrichsdorf wird barrierefrei ausgebaut. Das bedeutet, die Bahnsteige werden dort auf eine Höhe von 96 cm angehoben. Alle anderen Stationen sind bereits barrierefrei ausgebaut.

Wann wird die Verlängerung der S-Bahn bis Grävenwiesbach durchgeführt?

Der VHT konzentriert sich zunächst auf die Realisierung des ersten Bauabschnittes (Friedrichsdorf – Usingen). Es wird angestrebt, die Strecke Ende der 2020er Jahre bis Grävenwiesbach zu elektrifizieren und die S-Bahn bis dorthin weiterzuführen. Erst zu diesem Zeitpunkt werden die dafür erforderlichen zusätzlichen S-Bahn-Fahrzeuge vorhanden sein.

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Pressemeldungen

16.11.2020  Planfeststellungsverfahren beginnt

28.02.2020  Planfeststellungsunterlagen beim RP eingereicht

04.11.2019  VHT bereitet Unterlagen für Planfeststellung vor

14.10.2019  Abschluss Gleisbauarbeiten

09.10.2019  Baustellenbegehung Gleisarbeiten

20.09.2019  Bürgerveranstaltung in Wehrheim

Diese und alle älteren Pressemeldungen finden Sie auf unserer Presseseite.