Maßnahmenpaket zum Schulbeginn beschlossen: Fahrten im Taunusnetz mit zusätzlichen Bussen sichergestellt

Maßnahmenpaket zum Schulbeginn beschlossen: Fahrten im Taunusnetz mit zusätzlichen Bussen sichergestellt

Dieselbahn_Hochtaunus

 

Foto: Coradia iLint © RMV/Arne

Bei einem erneuten Krisengespräch haben Landrat Ulrich Krebs, die RMV-Geschäftsführung Prof. Knut Ringat und Dr. André Kavai, der Geschäftsführer der Regionalverkehre Start Deutschland GmbH, Dirk Bartels, der Geschäftsführer von Infraserv Höchst, Dr. Joachim Kreysing, und Jürgen Engelke und Frank Werther vom Zughersteller Alstom heute ein konkretes Maßnahmenpaket für den ÖPNV zum Schulbeginn am kommenden Montag, den 9. Januar 2023, festgelegt und verabschiedet. Damit soll die Betriebsqualität auf der Linie RB15 (Brandoberndorf – Bad Homburg) gesichert werden.

Das umfangreiche Maßnahmenpaket beinhaltet einen umfangreicheren Schienenersatzverkehr sowie eine Behebung der Fehler in der Datenübertragung für die Sicherstellung der Fahrgastinformation in den Auskunftsmedien und an den Stationen. Ziel der Beteiligten ist, unabhängig von der Fahrzeugverfügbarkeit, auf der Zugstrecke einen verlässlichen Fahrplan und zuverlässige Informationen zu bieten.

“Alle Beteiligten haben den Ernst der Lage inzwischen erkannt und verstanden. Das Chaos mit ausfallenden Zügen, falschen Ankündigungen und unzuverlässigen Fahrplänen duldete kein Zuwarten“, fand Krebs deutliche Worte.

Die Umstellung auf Wasserstoffzüge auf dem Taunusbahnnetz sei bislang leider völlig missglückt. “Züge kommen zu spät oder fallen sogar ganz aus, Informationen kommen nicht oder sind nicht korrekt. Dass es bei einer neuen Technik zu Beginn etwas ruckeln kann, dafür kann man noch Verständnis aufbringen. Aber solch‘ chaotische Zustände sind inakzeptabel und für die Pendlerinnen und Pendler eine Zumutung“, sieht Krebs die Verantwortung bei allen Beteiligten.

Folgende Maßnahmen wurden beschlossen und gelten ab Montag, 9. Januar 2023:

Fahrtenangebot

Am Montag, 9. Januar, und Dienstag, 10. Januar, soll in der Hauptverkehrszeit zwischen ca. 6 und 9 Uhr jede geplante Fahrt entweder durch eine Zug- oder eine Busverbindung abgedeckt werden. An den Stationen werden Servicekräfte die Fahrgäste entsprechend leiten. Nach der Hauptverkehrszeit gibt es weiterhin den stündlich fahrenden Schienenersatzverkehr, der verlässlich in jedem Fall verkehrt – auch parallel zu den Zügen. Den ganzen Tag stehen zusätzliche Gelenkbusse bereit, um bei besonders großer Nachfrage auf Abruf für mehr Kapazitäten zu sorgen.

Der umfangreiche Schienenersatzverkehr, der für die Bauarbeiten auf der Schienenstrecke (13. bis 29. Januar sowie 10. bis 26. Februar) vorgesehen ist, startet bereits ab Mittwoch, 11. Januar. Er fährt durchgängig im Halbstundentakt bis zum Ende der Baumaßnahmen am 26. Februar, um in jedem Fall eine Verbindung zu bieten. Der detaillierte Fahrplan ist auf rmv.de veröffentlicht und hängt auch dieser Mitteilung an.

Fahrgastinformation

Ein Fehler, der für falsche Angaben in den digitalen Auskunftssystemen sorgte, ist behoben. Die RMV-Verbindungsauskunft und die Verbindungsauskunft der Deutschen Bahn werden so wieder mit Echtzeitdaten versorgt, die für die Informationen zur Pünktlichkeit und etwaigen Ausfällen wichtig sind. Die Projektpartner bitten die Fahrgäste, sich am besten kurz vor Fahrtantritt in der Verbindungsauskunft zu informieren.

An allen Stationen der RB15 sind zusätzlich zu Aushängen und Anzeigern ab Montag zudem Servicekräfte im Einsatz, die jederzeit für die Fahrgäste ansprechbar sind. Sie helfen auch, den Weg zur Haltestelle des Schienenersatzverkehrs zu finden.

Weitere Schritte

Die Gespräche der Beteiligten werden auch in den kommenden Tagen weitergehen. Landrat Ulrich Krebs versicherte, dass alle Fahrgäste im Taunusbahnnetz davon ausgehen dürfen, dass der Kreis an dieser Thematik dranbleiben werde. In den nächsten Gesprächen sollen auch besprochen, wie die Ursachen der schlechten Zugverfügbarkeit nachhaltig behoben werden können. Nach Abschluss der Gespräche werden die Partner auch hierzu Presse und Öffentlichkeit weiter informieren. 

Weitere Beiträge aus unserem Blog

FNP berichtet über klimafreundliche Züge für die Taunusbahn

FNP berichtet über klimafreundliche Züge für die Taunusbahn

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Foto: Mit einem Kran wird die Brennstoffzelle auf das Zugdach gehoben. © Alstom/Christoph Busse

Bald soll die Produktion von klimafreundlichen Zügen für die Taunusbahn starten

Im März soll die Produktion der neuen, klimafreundlichen Züge von Alstom starten. Der RMV bestellte vor drei Jahren insgesamt 27 CO2-emmisionsfreie Wasserstoff-Züge für das Rhein-Main-Gebiet. Damit wird es wird die größte Brennstoffzellen-Flotte der Welt. Zwei dieser Züge sind fertig und befinden sich im Zulassungsprozess. Es wird davon ausgegangen, dass die Zulassung für die Züge im Taunus im Juni erteilt und dann die Produktion angestoßen wird.

Die Fertigung der Züge läuft auf insgesamt sechs Gleisen zeitgleich. In verschiedenen Abschnitten werden Rohre und Kabel verlegt und Brennstoffzellen sowie Wasserstofftanks montiert. Anschließend erfolgt der Innenausbau. Bis zur Fertigstellung eines Zugteils dauert es in etwa 18 Tage. Ist ein Zug fertig zusammengesetzt, werden elektrische Tests und ein Check der Sicherheitstechnik durchgeführt.

Es sind viele Schritte, bis die Züge schlussendlich auf der Taunusbahn fahren. Wir freuen uns, denn mit Ihnen gehen wir klimafreundlich in die Zukunft.

Weitere Informationen gibt es in folgendem Artikel der FNP:

https://www.fnp.de/lokales/hochtaunus/hochtaunus-die-taunusbahn-der-zukunft-91354556.html?utm_term=Autofeed&utm_medium=Social&utm_source=Twitter#Echobox=1645109713

Veränderte Fahrzeiten rund um Weihnachten

Veränderte Fahrzeiten rund um Weihnachten

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Wichtiger Hinweis: Veränderte Fahrzeiten rund um Weihnachten und zum Jahreswechsel!
 
An Heilig Abend, den 24. Dezember und an Silvester, den 31. Dezember verkehrt die Taunusbahn nach dem Samstagsfahrplan.
Am 25. und 26. Dezember sowie am 01. Januar 2022 gelten die Fahrpläne für Sonn- und Feiertage.
 
Wir bitten Sie, dies bei Ihrer Reiseplanung zu berücksichtigen und wünschen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit!
 
Auch wenn in diesem Jahr noch der Einfluss der Pandemie zu spüren ist, hofft der VHT, dass Sie diese besondere Zeit mit Ihren Liebsten verbringen und genießen können.
Ihr Verkehrsverband Hochtaunus

 

Startschuss für den Neubau des elektronischen Stellwerks in Usingen

Startschuss für den Neubau des elektronischen Stellwerks in Usingen

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Am 04. März 2021 erfolgte der Spatenstich für das neue Stellwerk in Usingen. Gemeinsam mit dem Usinger Bürgermeister Steffen Wernard, VHT-Geschäftsführer Frank Denfeld und den Vertretern der ausführenden Bauunternehmen Leonhard Weiss und Scheidt & Bachmann hat Landrat Ulrich Krebs den Startschuss für das rund 20 Mio. Euro teure Projekt gegeben

Im Zuge des Neubaus wird entlang der Taunusbahn-Strecke die Leit- und Sicherungstechnik erneuert und somit auf den neusten Stand der Technik gebracht. Dies ist insbesondere für den langfristigen und sicheren Betrieb der Strecke wichtig und schafft die Voraussetzung für die anschließende Elektrifizierung und den Streckenausbau.

In den kommenden Monaten werden circa 80 Kilometer Kupferkabel und rund 32 Kilometer Glasfaserkabel neu verlegt. Die installierten Weichenheizungen gewährleisten, dass der Eisenbahnbetrieb auch bei kalter Witterung zuverlässig funktioniert.

Die rund ein Jahr andauernden Baumaßnahmen zur Umrüstung der Technik starten in Grävenwiesbach und finden   überwiegend an Wochenenden und in den Schulferien statt. Informationen zu den Fahrplänen des Schienenersatzverkehrs finden Sie zum Download unter hlb-online.de und rmv.de.

Wir bitten Fahrgäste sowie Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis für die entstehenden Unannehmlichkeiten.

Ihr Verkehrsverband Hochtaunus

 

Pressemitteilung: VHT investiert in neues Stellwerk für die Taunusbahn

Neues Stellwerk für die Taunusbahn

Neues Stellwerk für die Taunusbahn

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Zur Vorbereitung auf die anstehende Elektrifizierung erhält die Taunusbahn in Usingen ein neues, hochmodernes Elektronisches Stellwerk (ESTW), welches ab 2022 den Zugverkehr auf der 37 km langen Strecke zwischen Friedrichsdorf und Brandoberndorf regeln wird.

Im Zuge der Elektrifizierung werden neben der Erneuerung der Innenanlage im Stellwerk Usingen alle leit- und sicherungstechnischen Elemente, wie zum Beispiel Signale und Kabel, entlang der gesamten Strecke ausgetauscht. Rund 20 Millionen Euro werden in das neue ESTW investiert. Ca. 80 Kilometer Kupferkabel und ca. 32 Kilometer Glasfaserkabel werden neu verlegt, 90 neue Signale, über 100 Achszähler und 43 Weichenantriebe installiert und angeschlossen. Modernste LED-Technik, Zugbeeinflussungssysteme und Weichenheizungen sorgen für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb. So kann die Leistungsfähigkeit der Taunusbahnstrecke für die nächsten Jahrzehnte gesichert und eine Grundlage für den anschließenden Ausbau und die Elektrifizierung geschaffen werden.

Die Baumaßnahmen werden ca. ein Jahr andauern und überwiegend an den Wochenenden und in den Schulferien stattfinden. Nach den bereits laufenden vorbereitenden Arbeiten werden ab Februar umfangreiche Tiefbauarbeiten durchgeführt. Jeweils von Freitagabend um 22 Uhr bis Montagmorgen um 4 Uhr werden die Züge durch Busse ersetzt. In den Schulferien kommt es ebenfalls baubedingt zu Schienenersatzverkehr. Da die Busse mehr Zeit benötigen, verändern sich die Abfahrtszeiten gegenüber dem regulären Taunusbahn-Fahrplan. Teilweise liegen die Abfahrtshaltestellen der Busse nicht unmittelbar an den Bahnstationen, sondern an nahegelegenen Bushaltestellen im jeweiligen Ortsgebiet.

Informationen zu den Fahrplänen des Schienenersatzverkehrs stehen unter hlb-online.de und rmv.de zum Download bereit.

Wir bitten Fahrgäste sowie Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis für die im Zuge der Bautätigkeiten entstehenden Unannehmlichkeiten.

Die Pressemitteilung zur Investition in das neue Stellwerk können Sie hier herunterladen:

Pressemitteilung: VHT investiert in neues Stellwerk​