Weichen stellen für nachhaltige Mobilität - Elektrifizierung der Taunusbahn

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Die Elektrifizierung der Taunusbahn

Der Verkehrsverband Hochtaunus (VHT) gestaltet in eigener Verantwortung die Mobilität im Hochtaunuskreis und entwickelt diese stetig weiter. Ziel ist die Elektrifizierung der 18 Kilometer langen Strecke zwischen Friedrichsdorf und Usingen (über Köppern, Wehrheim, Neu-Anspach und Hausen). Mehr über uns…

Entwicklung der Taunusbahn

Elektrifizierung der Strecke

Die Taunusbahn wird zwischen Friedrichsdorf und Usingen elektrifiziert. Mit der Elektrifizierung wird die S-Bahn-Linie S 5, die bisher zwischen Frankfurt Süd und Friedrichsdorf verkehrt, bis Usingen verlängert. Ziel ist eine bessere Anbindung des Usinger Landes.

Zweigleisiger Ausbau zwischen den Bahnstationen Saalburg und Wehrheim Bahnhof

Zwischen den Bahnhöfen Saalburg/Lochmühle und Wehrheim wird die Strecke zweigleisig ausgebaut. Auf diesem Abschnitt werden sich die Züge zukünftig fahrplanmäßig begegnen. Ziel ist es, den Eingriff in die Natur und in die Rechte Dritter möglichst gering zu halten.

Bau eines zusätzlichen Bahnsteigs in den Bahnhöfen Usingen und Hundstadt

Im Bahnhof Usingen wird ein zweiter Bahnsteig mit zwei Bahnsteigkanten entstehen, damit bis zu vier Züge gleichzeitig im Bahnhof halten können. Die Bahnsteige werden gleichzeitig eine neue, barrierefreie Zuwegung in Form eines Fußgängerstegs erhalten, durch den zudem eine Fuß- und Radwegeverbindung ins Usinger Gewerbegebiet geschaffen wird.

Auch am Bahnhof Hundstadt wird ein zweiter Bahnsteig entstehen, damit sich Züge zukünftig dort begegnen können.

Erneuerung der Leit- und Sicherungstechnik

Bereits im Vorgriff auf die Elektrifizierung und den Streckenausbau wird die Leit- und Sicherungstechnik an der Strecke und im Stellwerk in Usingen erneuert. Die gesamte Leit- und Sicherungstechnik wird 1:1 ausgetauscht. Dies umfasst die Signale, Magnete, Kabel und weitere technische Elemente sowie die Stellwerktechnik im Stellwerksgebäude in Usingen. Der Austausch der Leit- und Sicherungstechnik ist eine wesentliche Voraussetzung für die Elektrifizierung der Strecke. Die erneuerte Stellwerkstechnik findet im vorhandenen Betriebsgebäude in Usingen Platz, es muss kein neues Gebäude errichtet werden. Die Arbeiten sollen Anfang des Jahres 2021 beginnen und zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. Diese Maßnahmen stellen eine Erneuerung der bestehenden Technik dar und sind nicht Teil des Planfeststellungsverfahrens.

Meilensteine auf dem Weg zur Elektrifizierung

An dieser Stelle halten wir Sie auf dem Laufenden über alle wichtigen Etappenziele des Projekts.

Inbetriebnahme und Start des S-Bahn-Verkehrs

Die elektrifizierte Strecke wird in Betrieb genommen werden und der S-Bahn-Verkehr bis Usingen beginnt.

Beginn der Elektrifizierung und des Streckenausbaus

Es wird mit der Elektrifizierung und dem Ausbau der Strecken begonnen.

Inbetriebnahme der erneuerten Stellwerkstechnik

Das neue Stellwerk wird in Betrieb genommen.

Beginn des Planfeststellungsverfahrens

Das Planfeststellungsverfahren für die Elektrifizierung beginnt mit der Offenlage der Unterlagen.

Bürgerinformationsveranstaltung

Planung, Bau und Betriebskonzept zur Elektrifizierung der Taunusbahn werden im Rahmen einer Informationsveranstaltung für Bürger in der Limesschule in Wehrheim vorgestellt. Der VHT, Planer, Ingenieure, Lärm- und Umweltgutachter sowie der RMV präsentieren und gehen auf Fragen der Bürger ein. Hier geht’s zum Flyer.

Beginn der Ingenieurplanungen

Für die Elektrifizierung und den Streckenausbau beginnen die Ingenieurplanungen.

Kooperationsvertrag zwischen VHT und RMV

Ein Kooperationsvertrag wird geschlossen, in dem festgelegt ist, dass der RMV die Hälfte der Planungskosten trägt.

Beschluss zur Elektrifizierung der Taunusbahn

Der Kreistag des Hochtaunuskreises beschließt, dass die Taunusbahnstrecke elektrisch bis nach Usingen ausgebaut werden soll. Mit der Elektrifizierung soll die S-Bahn-Linie S 5, die bisher zwischen Frankfurt Süd und Friedrichsdorf verkehrt, bis Usingen verlängert werden. Ziel ist eine bessere Anbindung des Usinger Landes.

Nutzen-Kosten-Untersuchung

Zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit einer Elektrifizierung der Strecke wird eine Nutzen-Kosten-Untersuchung durchgeführt.

 

Aktuelles aus unserem Blog

Alle Beiträge finden Sie in unserem Blog.

Fragen und Antworten (FAQ)

Warum wird die Taunusbahn elektrifiziert?

In den vergangenen Jahren sind die Fahrgastzahlen auf der Taunusbahn stetig gestiegen. Viele dieser Fahrgäste möchten umsteigefrei bis in die Frankfurter Innenstadt fahren können. Mit der S-Bahn wird dies möglich. Der S-Bahn-Betrieb setzt allerdings eine Elektrifizierung der Strecke voraus, denn die S-Bahn Rhein-Main wird mit elektrischen Zügen betrieben. Da die S-Bahn-Fahrzeuge deutlich höhere Beförderungskapazitäten bieten, kann der zukünftig zu erwartende Anstieg an Fahrgästen adäquat aufgefangen werden.

Welche weiteren Vorteile bringt der Ausbau?

Durch den Wegfall des Umstiegs in Bad Homburg reduziert sich die Reisezeit um wenige Minuten, auch verpasste Anschlüsse gehören dann der Vergangenheit an. Am Bahnhof Usingen entsteht ein weiterer Bahnsteig, damit gleichzeitig vier Züge unabhängig voneinander ein- und ausfahren können. Dies ermöglicht für Fahrgäste aus Brandoberndorf und Grävenwiesbach ein bequemes und zeitsparendes Umsteigen von der Taunusbahn zur S-Bahn am gleichen Bahnsteig.

Welche Klimawirkungen werden durch das Projekt erzielt?

Nach Umsetzung des Projektes werden keine dieselbetriebenen Triebzüge mehr verkehren, sondern nur noch emissionsfreie Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Gleichzeitig werden werktäglich 70.000 PKW-Kilometer von der Straße auf die Schiene verlagert. So bewirken der Ausbau und das damit einhergehende Fahrplankonzept eine Reduzierung von 2.200 Tonnen CO2 pro Jahr!

Welche Baumaßnahmen werden konkret durchgeführt?

Die Strecke wird zwischen Friedrichsdorf und Usingen auf 18 km Länge elektrifiziert. Zudem wird der Abschnitt zwischen den Bahnstationen Saalburg und Wehrheim zweigleisig ausgebaut. Dort werden sich die Züge fahrplanmäßig begegnen. Am Bahnhof Usingen entsteht ein weiterer Bahnsteig, damit gleichzeitig vier Züge unabhängig voneinander ein- und ausfahren können. Die Bahnsteige erhalten eine neue, barrierefreie Zuwegung in Form eines Fußgängerstegs. Durch diesen wird zugleich eine Fuß- und Radwegeverbindung ins Usinger Gewerbegebiet geschaffen. Um den Fahrplan auch auf dem nördlichen Streckenabschnitt flexibler gestalten zu können, wird der Haltepunkt Hundstadt zu einem Kreuzungsbahnhof ausgebaut.
Bereits im Vorfeld der Streckenelektrifizierung wird die in die Jahre gekommene Stellwerkstechnik ausgetauscht.

Wird es in der Bauphase zu längeren Sperrungen der Taunusbahn kommen?

Im Zuge der Erneuerung der Leit- und Sicherungstechnik wird es über das Jahr 2021 hinweg zu Sperrungen der Taunusbahn kommen. Um den Schul- und Pendlerverkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen, werden die Sperrungen auf die Wochenenden und Ferienzeiten konzentriert. Während dieser Sperrzeiten wird Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Welchen Einfluss haben die Baumaßnahmen auf die Umwelt?

Die Baumaßnahmen für den Streckenausbau erfordern an einzelnen Stellen Eingriffe in Flora und Fauna. Der VHT trägt jedoch Sorge dafür, diese auf ein Minimum zu reduzieren und anderweitig Ausgleichsflächen zu schaffen. Brut- und Nistzeiten sowie Schonzeiten werden im Rahmen der Maßnahmen selbstverständlich berücksichtigt.

Wie läuft das Planfeststellungsverfahren ab?

Das Planfeststellungsverfahren wird Ende 2020 angestoßen. In diesem Rahmen besteht für alle Bürgerinnen und Brüger die Möglichkeit, die Planungen einzusehen. Alle vom Projekt Betroffenen und alle beteiligten Behörden können daraufhin zu Plänen Stellung nehmen.

Wo kann man sich über das Projekt informieren?

Auf der Projekt-Website unter www.taunusbahn.de werden die Informationen zur Entwicklung des Vorhabens jeweils aktuell dargestellt. Darüber hinaus kann man sich über das Infotelefon des VHT informieren, das unter 06172 / 999 4444 erreichbar ist. Auch in den sozialen Netzwerken informiert der VHT fortlaufend über den Projektfortschritt unter facebook.com/Taunusbahn/.

Wie werden Bürgerinnen und Bürger bei der Planung miteinbezogen?

Bereits im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 20. September 2019 in Wehrheim hat der VHT das Projekt vorgestellt und ist mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern in Dialog getreten. Im Rahmen der Offenlage liegen die Planfeststellungsunterlagen zum Projekt in den Rathäusern der betroffenen Kommunen und im Internet zur Einsicht aus. Alle Betroffenen haben dann die Möglichkeit Stellungnahmen zum Projekt zu formulieren und ihre Interessen in dem Prozess zu vertreten.

Wie oft wird die S-Bahn dann fahren?

Grundsätzlich wird die S-Bahn halbstündlich zwischen Usingen und Frankfurt Süd über Frankfurt Hauptbahnhof, Taunusanlage, Hauptwache und Konstablerwache fahren. Auch die Anschlusszüge zwischen Usingen und Brandoberndorf werden so häufig fahren wie derzeit. Zum Fahrplankonzept gehören auch weiterhin die durchgehenden Fahrten während der Hauptverkehrszeiten: morgens von Brandoberndorf bis Frankfurt und nachmittags in Gegenrichtung.

Wie wird die geplante Erhöhung der Fahrgastkapazität erreicht?

Die Fahrgastkapazität wird in Spitzenzeiten durch die Durchbindung der langen und geräumigen S-Bahnen bis nach Usingen erhöht. Zusätzlich wird im Bahnhof Friedrichsdorf regelmäßig ein weiterer Triebwagen an die S-Bahn angehängt, sodass die S-Bahn von dort aus dreiteilig nach Frankfurt fährt. Damit bietet die S-Bahn auch für die Fahrgäste südlich von Friedrichsdorf ausreichend Kapazität. Darüber hinaus bleiben die durchgehenden Zugverbindungen zwischen Brandoberndorf und Frankfurt in der Hauptverkehrszeit erhalten.

Was hat es mit den Brennstoffzellenzügen auf sich?

Der Einsatz von Brennstoffzellenzügen ist ein Pilotprojekt des RMV auf den Regionalverkehrsstrecken der Linien RB 11 (Höchst – Bad Soden), RB 12 (Frankfurt – Königstein), RB 15 (Frankfurt/Usingen – Brandoberndorf) und RB 16 (Bad Homburg – Friedberg). Auf der Linie RB15 kommen diese Züge ab Dezember 2022 auf der Strecke zwischen Bad Homburg und Brandoberndorf zum Einsatz. Einige Fahrten der Linie RB15 am Morgen und am Abend verkehren auch durchgehend bis Frankfurt Hauptbahnhof. Auch auf diesen Fahrten werden dann ausschließlich Brennstoffzellenzüge eingesetzt.

 

Gibt es Lärmschutzmaßnahmen im Rahmen des Projektes?

Selbstverständlich werden entsprechend der gesetzlichen Vorgaben Lärmschutzmaßnahmen ergriffen. So werden im Bereich des zweigleisigen Streckenausbaus zwischen den Bahnhöfen Wehrheim und Saalburg auf Höhe der Wohnbebauung Schallschutzwände errichtet und Schienenstegdämpfer installiert.

 

Sind die betroffenen Bahnhöfe barrierefrei bzw. ist ein Ausbau der nicht barrierefreien Bahnsteige geplant?

Der Bahnhof in Friedrichsdorf wird barrierefrei ausgebaut. Das bedeutet, die Bahnsteige werden dort auf eine Höhe von 96 cm angehoben. Alle anderen Stationen sind bereits barrierefrei ausgebaut.

Mediathek

In unserer Mediathek finden Sie Fotos und weitere Materialien zum Herunterladen. 

Kommende Termine

Wir informieren Sie an dieser Stelle oder über unsere Terminseite über weitere Termine.

Pressemeldungen

16.11.2020  Planfeststellungsverfahren beginnt

28.02.2020  Planfeststellungsunterlagen beim RP eingereicht

04.11.2019  VHT bereitet Unterlagen für Planfeststellung vor

14.10.2019  Abschluss Gleisbauarbeiten

09.10.2019  Baustellenbegehung Gleisarbeiten

20.09.2019  Bürgerveranstaltung in Wehrheim

Diese und alle älteren Pressemeldungen finden Sie auf unserer Presseseite.