Elektrifizierung der Taunusbahn

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Die Elektrifizierung der Taunusbahn

Der Verkehrsverband Hochtaunus (VHT) hat sich das Ziel gesetzt, die Mobilität im Hochtaunuskreis in eigener Verantwortung zu gestalten und weiterzuentwickeln. Ziel ist die Elektrifizierung der 18 Kilometer langen Strecke zwischen Friedrichsdorf und Usingen (über Köppern, Wehrheim, Neu-Anspach und Hausen) bis Ende 2022. Mehr über uns…

Das Projekt im Überblick

Elektrifizierung der Strecke

Die Taunusbahn wird zwischen Friedrichsdorf und Usingen elektrifiziert. Mit der Elektrifizierung soll die S-Bahn-Linie S5, die bisher zwischen Frankfurt Süd und Friedrichsdorf verkehrt, bis Usingen verlängert werden. Ziel ist eine bessere Anbindung des Usinger Landes. Der Abschluss der Baumaßnahmen ist für Dezember 2022 geplant.

Zweigleisiger Ausbau zwischen den Bahnstationen Saalburg und Wehrheim Bahnhof

Zwischen den Bahnhöfen Saalburg/Lochmühle und Wehrheim wird die Strecke zweigleisig ausgebaut. Auf diesem Abschnitt werden sich die Züge zukünftig fahrplanmäßig begegnen. Die Planungen zu diesem Streckenausbau laufen bereits. Ziel ist es, den Eingriff in die Natur und in die Rechte Dritter möglichst gering zu halten.

Bau eines zusätzlichen Bahnsteigs in den Bahnhöfen Usingen und Hundstadt

Im Bahnhof Usingen wird ein zweiter Bahnsteig mit zwei Bahnsteigkanten entstehen, damit bis zu vier Züge gleichzeitig im Bahnhof halten können. Die Bahnsteige werden gleichzeitig eine neue, barrierefreie Zuwegung in Form eines Fußgängerstegs erhalten, durch den zudem eine Fuß- und Radwegeverbindung ins Usinger Gewerbegebiet geschaffen wird.

Auch am Bahnhof Hundstadt wird ein zweiter Bahnsteig entstehen, damit sich Züge zukünftig dort begegnen können.

Erneuerung der Leit- und Sicherungstechnik

Bereits im Vorgriff auf die Elektrifizierung und den Streckenausbau wird die Leit- und Sicherungstechnik an der Strecke und im Stellwerk in Usingen erneuert. Die gesamte Leit- und Sicherungstechnik wird 1:1 ausgetauscht. Dies umfasst die Signale, Magnete, Kabel und weitere technische Elemente sowie die Stellwerktechnik im Stellwerksgebäude in Usingen. Der Austausch der Leit- und Sicherungstechnik ist eine wesentliche Voraussetzung für die Elektrifizierung der Strecke. Die Arbeiten dazu sollen Anfang des Jahres 2020 beginnen und Mitte 2021 abgeschlossen sein. Die erneuerte Stellwerkstechnik findet im vorhandenen Betriebsgebäude in Usingen Platz, es muss kein neues Gebäude errichtet werden.

Meilensteine auf dem Weg zur Elektrifizierung

An dieser Stelle halten wir Sie auf dem Laufenden über alle wichtigen Etappenziele des Projekts.

2022

Inbetriebnahme der S-Bahn

Dezember 2022: Die elektrifizierte S-Bahn wird in Betrieb genommen.

2021

Beginn der Elektrifizierung und des Streckenausbaus

Herbst 2021: Es wird mit der Elektrifizierung und dem Ausbau der Strecken begonnen.

Inbetriebnahme des neuen Stellwerks

Mitte 2021: Das neue Stellwerk wird in Betrieb genommen.

2020

Erneuerung der Leit- und Sicherungstechnik

Beginn der Arbeiten am Stellwerk: Die Leit- und Sicherungstechnik wird erneuert.

2019

Beginn des Planfeststellungsverfahrens

Das Planfeststellungsverfahren für die Elektrifizierung der Taunusbahn beginnt.

Bürgerinformationsveranstaltung

Planung, Bau und Betriebskonzept zur Elektrifizierung der Taunusbahn werden im Rahmen einer Informationsveranstaltung für Bürger in der Limesschule in Wehrheim vorgestellt. Der VHT, Planer, Ingenieure, Lärm- und Umweltgutachter sowie der RMV präsentieren und gehen auf Fragen der Bürger ein. Hier geht’s zum Flyer.

2018

Beginn der Ingenieurplanungen

Für die Elektrifizierung und den Streckenausbau beginnen die Ingenieurplanungen.

2016

Kooperationsvertrag zw. VHT und RMV

Ein Kooperationsvertrag wird geschlossen, in dem festgelegt ist, dass der RMV die Hälfte der Planungskosten trägt.

Nutzen-Kosten-Untersuchung

Zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit einer Elektrifizierung der Strecke wird eine Nutzen-Kosten-Untersuchung durchgeführt.

2015

Beschluss zur Elektrifizierung der Taunusbahn

Der Kreisausschuss des Hochtaunuskreises beschließt, dass die Taunusbahnstrecke elektrisch bis nach Usingen ausgebaut werden soll. Mit der Elektrifizierung soll die S-Bahn-Linie S 5, die bisher zwischen Frankfurt Süd und Friedrichsdorf verkehrt, bis Usingen verlängert werden. Ziel ist eine bessere Anbindung des Usinger Landes.

 

Aktuelles aus unserem Blog

Fragen und Antworten (FAQ)

Warum wird die Taunusbahn elektrifiziert?

In den vergangenen Jahren sind die Fahrgastzahlen auf der Taunusbahn stetig gestiegen. Ein Großteil dieser Fahrgäste möchte umsteigefrei bis in die Frankfurter Innenstadt fahren können. Mit der S-Bahn wird dies möglich. Der S-Bahn-Betrieb setzt allerdings eine Elektrifizierung der Strecke voraus, denn die S-Bahn Rhein-Main wird mit elektrischen Zügen betrieben. Da die S-Bahn-Fahrzeuge deutlich höhere Beförderungskapazitäten bieten, kann der zukünftig zu erwartende Anstieg an Fahrgästen adäquat aufgefangen werden.

Welche Vorteile bringt der Ausbau zur S-Bahn noch?

Durch den Wegfall des Umstiegs in Bad Homburg reduziert sich die Reisezeit um wenige Minuten, aber auch verpasste Anschlüsse gehören dann der Vergangenheit an. Am Bahnhof Usingen entsteht ein weiterer Bahnsteig, damit gleichzeitig vier Züge unabhängig voneinander ein- und ausfahren können. Dies ermöglicht für Fahrgäste aus Brandoberndorf und Grävenwiesbach ein bequemes und zeitsparendes Umsteigen von der Taunusbahn zur S-Bahn am gleichen Bahnsteig.

Wann wird mit dem Planfeststellungsverfahren begonnen?

Es ist vorgesehen, Ende 2019 das Planfeststellungsverfahren anzustoßen. In diesem Rahmen besteht für alle Bürger und beteiligten Behörden die Möglichkeit, Anregungen und Stellungnahmen zu dem Projekt abzugeben. Bereits zuvor, am 20. September 2019 in Wehrheim, wird der VHT das Projekt im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung vorstellen und mit den interessierten Bürgern ins Gespräch kommen.

Welche Baumaßnahmen werden konkret durchgeführt?

Die Strecke wird zwischen Friedrichsdorf und Usingen auf 17 km Länge elektrifiziert. Zudem wird der Abschnitt zwischen den Bahnstationen Saalburg und Wehrheim zweigleisig ausgebaut. Dort werden sich die Züge fahrplanmäßig begegnen. Am Bahnhof Usingen entsteht ein weiterer Bahnsteig, damit gleichzeitig vier Züge unabhängig voneinander ein- und ausfahren können. Die Bahnsteige werden eine neue, barrierefreie Zuwegung in Form eines Fußgängerstegs erhalten. Durch diesen wird zugleich eine Fuß- und Radwegeverbindung ins Usinger Gewerbegebiet geschaffen. Um den Fahrplan auch auf dem nördlichen Streckenabschnitt flexibler gestalten zu können, wird der Haltepunkt Hundstadt zu einem Kreuzungsbahnhof ausgebaut.
Bereits im Vorfeld der Streckenelektrifizierung wird die in die Jahre gekommene Stellwerkstechnik ausgetauscht.

Wann wird mit den Baumaßnahmen begonnen?

Nach Abschluss der Planungen und nach Beendigung des Planfeststellungsverfahrens kann voraussichtlich Ende 2021 mit den Baumaßnahmen begonnen werden.

Wo kann man sich über das Projekt informieren?

Auf der Projekt-Website unter www.taunusbahn.de werden die Informationen zur Entwicklung des Vorhabens jeweils aktuell dargestellt. Darüber hinaus kann man sich über das Infotelefon des VHT informieren, das unter 06172 / 999 4444 erreichbar ist.

Wieviel kostet die Elektrifizierung der Taunusbahn?

Nach derzeitigem Stand wird die Elektrifizierung der Strecke inklusive der Begleitmaßnahmen rund 59 Mio. Euro kosten.

Wann wird die erste S-Bahn bis Usingen fahren?

Die Inbetriebnahme der elektrifizierten Strecke ist für Dezember 2022 vorgesehen. Ab dann sollen die S-Bahn-Züge von Usingen bis in die Frankfurter Innenstadt rollen.

Wie oft wird die S-Bahn dann fahren?

Grundsätzlich wird die S-Bahn halbstündlich zwischen Usingen und Frankfurt Süd über Frankfurt Hauptbahnhof, Taunusanlage, Hauptwache und Konstablerwache fahren. Auch die Anschlusszüge zwischen Usingen und Brandoberndorf werden so häufig fahren wie derzeit. Zum Fahrplankonzept gehören jedoch auch weiterhin die durchgehenden Fahrten von Brandoberndorf bis Frankfurt sowie in Gegenrichtung in der Hauptverkehrszeit.

Was hat es mit den Brennstoffzellenzügen auf sich?

Der Einsatz von Brennstoffzellenzügen ist ein Pilotprojekt des RMV auf den Regionalverkehrsstrecken der Linien RB 11 (Bad Soden), RB 12 (Königstein), RB 15 (Brandoberndorf) und RB 16 (Friedberg). Auf der Linie RB15 kommen diese Züge ab Dezember 2022 auf der Strecke zwischen Brandoberndorf und Usingen zum Einsatz. Einige Fahrten der Linie RB15 am Morgen und am Abend verkehren auch durchgehend bis Frankfurt Hauptbahnhof. Auch auf diesen Fahrten werden dann ausschließlich Brennstoffzellenzüge eingesetzt. Unabhängig von diesem Pilotprojekt kommen nach der Elektrifizierung ab Dezember 2022 die elektrischen S-Bahn-Züge auf der Linie S5 zwischen Frankfurt Süd und Usingen zum Einsatz. Es werden dann nur noch emissionsfreie Züge auf der Strecke verkehren.

Sind die betroffenen Bahnhöfe barrierefrei bzw. ist ein Ausbau der nicht barrierefreien Bahnsteige geplant?

Der Bahnhof in Friedrichsdorf wird barrierefrei ausgebaut, d.h. auf eine Bahnsteighöhe von 96 cm angehoben. Alle anderen Stationen sind bereits barrierefrei ausgebaut.

Wann wird die Verlängerung der S-Bahn bis Grävenwiesbach durchgeführt?

Der VHT konzentriert sich zunächst auf die Realisierung des ersten Bauabschnittes (Friedrichsdorf – Usingen). Es wird angestrebt, die Strecke Ende der 2020er Jahre bis Grävenwiesbach zu elektrifizieren und die S-Bahn bis dorthin weiterzuführen. Erst zu diesem Zeitpunkt werden die dafür erforderlichen zusätzlichen S-Bahn-Fahrzeuge vorhanden sein.